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Blaue Diamanten sind besonders wertvoll

Blaue Diamanten werden zu den Fancy Diamonds, also den farbigen Diamanten, gezählt. Diese sind allesamt extrem selten und daher entsprechend wertvoll. Zu den bekanntesten blauen Diamanten gehört auch der Hope Diamant, der einst stolze 112 Karat auf die Waage brachte. Ihm wurde der Legende nach ein Fluch auferlegt, nach dem der blaue Diamant seinem Besitzer Unglück bringe. Gefunden wurde der Hope Diamant in den indischen Golconda Minen. Die meisten blauen Diamanten dagegen stammen aus Südafrika, genauer aus der Cullinan Mine, die nach deren Eigentümer Sir Thomas Cullinan benannt wurde. Er selbst ist im Besitz so vieler blauer Diamanten, dass er seiner Frau eine Halskette schenkte, die abwechselnd mit blauen und weißen Diamanten versehen war.

Ein neuerer Fund blauer Diamanten stammt ebenfalls aus der Cullinan Mine. Hier wurde 2008 ein blauer Diamant gefunden, der immerhin sieben Karat auf die Waage brachte. In einer anschließenden Auktion wurde er zum Rekordpreis von einer Million Euro pro Karat versteigert.

Welche blauen Diamanten sind besonders bekannt?

Weitere bekannte blaue Diamanten sind zum Beispiel die Sterne Mithras. Sie wurden nach einer persischen Gottheit benannt. Entdeckt wurden ursprünglich drei Diamanten, die 145 Karat Gewicht aufwiesen und in ihrem Aussehen weitestgehend identisch waren. Mittlerweile befinden sich die Sterne Mithras im Privatbesitz. Wie sie heute aussehen, wie sie geschliffen wurden und welcher Gewichtsverlust damit einherging, ist daher nicht bekannt.

Der Blue Heart gehört ebenfalls zu den bekannten blauen Diamanten. Er wiegt 30,82 Karat und wurde im Herzschliff geschliffen. In ungeschliffener Form handelte es sich sogar um einen 103-Karäter. Ebenfalls muss der Heart of Eternity bei den bekannten blauen Diamanten in Herzform genannt werden. Der 27,64 Karat schwere, blaue Diamant ist mit einer besonders auffälligen blauen Farbe gesegnet. Das Gemological Institute of America (GIA) hat diesem Diamanten die Farbe Fancy Vivid Blue zuerkannt.

Der Blaue Wittelsbacher ist einer der berühmtesten blauen Diamanten. Bis zum Jahr 1918 schmückte der 35,56 Karat schwere Edelstein sogar die britischen Kronjuwelen. Er gilt zudem als einer der ältesten Diamanten, die im Brillantschliff geschliffen wurden. Da er allerdings mittlerweile neu geschliffen wurde, musste ihm dieser Titel wieder aberkannt werden.

Wie kommt es zur blauen Farbgebung der Diamanten?

Die bunte Farbgebung tritt bei Diamanten durch die Einlagerung bestimmter Stoffe auf. Vor allem das Element Bor, welches sich in der Kristallgitterstruktur der Diamanten befindet, sorgt für die blaue Färbung. Je kräftiger und intensiver die blaue Farbe ist, umso mehr Bor ist enthalten. Dafür gibt es in blauen Diamanten so gut wie keinen Stickstoff, der allerdings in anderen Diamanten zu finden ist.

Jedoch darf man sich einen blauen Diamanten nicht in einem so tiefen, kräftigen Blau wie den Saphir vorstellen. Vielmehr ist der blaue Diamant sehr blass, man kann sogar eine leichte Graunuance erkennen.

In den 1990er Jahren stellte sich heraus, dass sich blaue Diamanten auch durch Bestrahlung entwickeln können. Die Bestrahlung sorgt für eine Veränderung in der Kristallgitterstruktur der Diamanten und färbt diese bläulich ein. 1992 konnte man zudem eine neue Art blauer Diamanten entdecken. Diese wurden in der Argyle Mine in Australien gefunden. Sie enthalten Wasserstoff statt Bor.