• Diamanten

    Diamanten

  • Diamanten

    Diamanten

  • Diamanten

    Diamanten

Der Brillantschliff – die am weitesten verbreitete Schliffform

Die heute am weitesten verbreitete Schliffform für Diamanten ist der Brillantschliff. Er wurde im Jahre 1910 entwickelt und hat sich seither bewährt. Allerdings muss der Brillantschliff sehr sorgfältig ausgeführt werden, wenn er sein oberstes Ziel erreichen will: Nämlich das Feuer des Diamanten voll herauszuarbeiten und diesen in den Spektralfarben des Regenbogens erstrahlen zu lassen. Der Diamant, der im Brillantschliff gefertigt wurde, setzt sich zusammen aus der

  • Krone, die mit der Tafel abgeschlossen wird,
  • der Rundiste (breiter Teil des Edelsteins) und
  • dem Pavillon, der spitz nach unten zusammenläuft.
  • Zusätzlich verfügt der Diamant im Brillantschliff über Facetten, die nach einem klar definierten Schema angebracht werden. Sie untergliedern sich in

  • 8 Star Facets – um die Tafel herum angebracht, ergeben sie mit dieser zusammen eine Sternform, woher auch der Name stammt,
  • 8 Kite Facets – die rautenförmig sind und sich direkt an die Star Facets anschließen,
  • 16 Upper Girdle Facets – für die die Kite Facets als Überleitung dienen,
  • 16 Lower Girdle Facets – die sich direkt an die Upper Girdle Facets anschließen und
  • 8 Pavilion Main Facets – die den unteren Abschluss des Diamanten bilden.
  • Häufig werden diese schematisch angeordneten Facetten noch um eine weitere Facette ergänzt. Diese ersetzt dann die untere Spitze des Edelsteins.

    Wie sich der Brillantschliff entwickelte

    Der Brillantschliff entstand nicht von heute auf morgen, sondern entwickelte sich über viele Jahrhunderte hinweg. So trug man Diamanten bis zum 14. Jahrhundert ausschließlich in ihrer natürlichen Oktaederform. Dann begann man damit, sie zu polieren, um den Glanz noch stärker zu betonen. Diese als Spitzstein bezeichnete Schliffform war somit der erste Vorläufer des heutigen Brillantschliffs.

    Später begann man, die beiden oberen und unteren Spitzen zu entfernen. Auf der Oberseite entstand eine große Tafel, auf der Unterseite eine kleine Kalette. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts konnte man die viereckige Form des Diamanten erstmals variieren und war damit einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zum Brillantschliff gekommen. Es folgten zusätzliche Facetten, die achteckige Form, die als einfaches Gut bekannt wurde und weitere Verfeinerungen, so dass auch das zweifache und dreifache Gut entstanden.

    Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Diamanten bereits mit 58 Facetten bearbeitet. Allerdings war die harmonische Anordnung noch nicht optimal. Es mussten also weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um die Reflexionen besser hervorheben zu können. Die Winkelverhältnisse und Proportionen der einzelnen Facetten spielen hierbei eine wichtige Rolle.

    Die Entdeckung des Brillantschliffs

    Der heutige Brillantschliff wurde 1910 entdeckt. Nach dessen Entdeckung führte man verschiedenste Forschungen durch, deren Hauptaufgabe darin bestand, die Idealmaße für den Diamanten zu finden. Als Ergebnis entstand zum Beispiel der berühmte Tolkowsky-Brillant im Jahre 1919. Benannt wurde der Diamant, der das Ergebnis eines Versuchs war, das Farbenspiel im Diamanten zu analysieren, nach Marcel Tolkowsky, einem Forscher, der sich damit beschäftigt hatte. Der Tolkowsky-Brillant gilt in den USA noch heute als Grundlage für einen optimalen Brillantschliff.

    In Deutschland hat man sich für den Feinschliff-Brillanten entschieden, der als das Maß der Dinge gilt. Dessen Proportionen errechnete Eppler im Jahre 1949. Der Skandinavische Standard-Brillant gilt als Vorbild eines Diamanten für Skandinavien. Er wurde 1968 erstellt.

    Für einen optimalen Brillantschliff gibt es demnach einige Grundvoraussetzungen: So dürfen die Diamanten weder zu hoch, noch zu flach sein, denn dies würde zur Verminderung der erwünschten Brillanz führen. Die Facetten müssen zudem gleichmäßig und symmetrisch angeordnet werden.