• Diamanten

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Ebenfalls gehört der Blaue Wittelsbacher zu den berühmten Diemanten. Der Rohdiamant ist sagenumwoben. So heißt es, er soll, wie der Beau Sancy Diamant, aus den indischen Golconda Minen stammen. Genaues über seine Herkunft weiß man allerdings bis heute nicht. Erst ab dem beginnenden 17. Jahrhundert gibt es halbwegs gesicherte Informationen über den Blauen Wittelsbacher, der damals jedoch schon geschliffen war und ein Gewicht von 35,56 Karat aufwies. Damals befand er sich im Besitz der Habsburger und wurde 1722 Maria Amalia als Mitgift gegeben. Sie heiratete in jenem Jahr den bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph. Der Blaue Wittelsbacher wurde in ein Abzeichen des Ordens vom Goldenen Vlies eingeführt. Erst 1806 erhielt der bekannte Diamant eine neue Aufgabe und schmückte fortan die Krone des ersten bayerischen Königs Max Joseph.

Wie ging es weiter mit dem Blauen Wittelsbacher?

Allerdings erlitt das Haus Wittelsbacher, nach dem der Diamant benannt wurde, eine massive Geldnot. Im Jahre 1931 entschloss man sich daher, den Diamanten über das Auktionshaus Christie´s versteigern zu lassen. Jedoch fand sich zunächst kein Käufer für den Blauen Wittelsbacher. Erst 1951 wurde dieser gefunden. Sieben Jahre später konnte auch die Öffentlichkeit den Edelstein bewundern – und zwar auf der Weltausstellung in Brüssel. Jedoch wies man bei dieser Ausstellung nicht auf seine Geschichte in der bayerischen Königsfamilie hin.

Die Goldmuntz Familie war in den 1960er Jahren der Eigentümer des Diamanten und wollte diesen von Josep Kornkommer umschleifen lassen. Dieser weigerte sich jedoch in Anbetracht des historischen Werts des Diamanten und kaufte ihn selbst. Später verkaufte er ihn an Helmut Horten.

Warum der Blaue Wittelsbacher nicht in seiner ursprünglichen Form blieb

2008 erfolgte erneut eine Versteigerung des Blauen Wittelsbachers bei Christie´s. 18,4 Millionen Euro betrug der Auktionserlös. Der neue Besitzer, Laurence Graff, ließ den Edelstein umschleifen, weshalb er von der Öffentlichkeit heftig kritisiert wurde. Aufgrund des neuen Schliffs ließ er den Blauen Wittelsbacher zudem in den „The Wittelsbach-Graff Diamond“ umbenennen. Der neue Schliff kostete den Diamanten vier Karat Gewicht. Zwar konnte das Funkeln verbessert werden und auch die Brillanz wurde erhöht, dafür verlor der Diamant sein jahrhundertelang bekanntes Aussehen nach diesem Schliff, so dass er heute nichts mehr mit dem königlichen Stein gemein hat.