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Verschollen und sagenumwoben: Der Florentiner Diamant

Der Florentiner Diamant gehört ebenfalls zu den berühmten und besonders sagenumwobenen Diamanten der Welt. Der Diamant war besonders groß und hatte ein sehr außergewöhnliches Aussehen. Doch ab dem Jahr 1920 verlieren sich die Spuren des Florentiner Diamanten mit einem Gewicht von 137,2 Karat und der Größe einer Walnuss.

Der Fancy Diamond im hellen Zitronengelb wies einen leicht grünlich anmutenden Unterton auf und in den historischen Dokumenten heißt es, dass der Florentiner Diamant über eine außergewöhnlich hohe Reinheit verfügte. Ebenfalls soll er einen herrlichen Glanz verbreitet haben. Geschliffen wurde der Florentiner Diamant im Double Rose Cut, der heute allerdings nicht mehr üblich ist. Er stammt vom Rose Cut, einem altertümlichen Diamantschliff, ab. Bei diesem wird der Edelstein mit einer flachen und runden Basis versehen und die Krone weist dreieckige Facetten auf. Sie sind symmetrisch zueinander angeordnet.

Allerdings weicht der Florentiner Diamant vom klassischen Rose Cut etwas ab. Seine Grundform ist oval und er weist insgesamt 126 Facetten auf, die auf der Ober- und Unterseite gleichermaßen angeordnet sind. So ergibt sich die Form eines neunstrahligen Sterns. Aufgrund dieses Schliffs erhielt der Florentiner Diamant auch seinen Namen. Denn das Aussehen erinnert an eine Blütenknospe, die gerade dabei ist, sich zu öffnen.

Die Geschichte des Florentiner Diamanten

Zum Florentiner Diamant ist nicht viel bekannt. So ist bis heute unklar, wann er entdeckt wurde und wo. Man geht jedoch von einem Ursprung in Indien aus, wobei die gesicherten Dokumente über den Verbleib des Diamanten erst ab dem Jahr 1657 beginnen. Damals hatte Jean-Baptiste Tavernier den Diamanten in Florenz gesehen. Der französische Juwelier entdeckte den Edelstein unter den Schätzen des Großherzogs der Toskana. Aufgrund der Entdeckung in Florenz wurde der Diamant auch als Florentiner Diamant bezeichnet.

Weitere Namen für den Diamanten sind der „Toskaner“ bzw. der „Großherzog der Toskana“. 1737 starb der letzte Medici und der Florentiner Diamant gelangte nach Österreich. Er wurde in Wien zusammen mit den Kronjuwelen der Hofburg aufbewahrt. Später integrierte man den Diamanten in ein Ornament für Hüte, das im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt wurde. In den Wirren des Ersten Weltkriegs allerdings ging der Florentiner Diamant verloren und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.