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Gemological Institute of America

Warum nimmt das GIA so einen wichtigen Stellenwert ein?

Das Kürzel GIA steht für Gemological Institute of America. Bereits 1931 wurde die Einrichtung ins Leben gerufen, die bis heute eine der wichtigsten Diamanteneinrichtungen weltweit ist. Den Hauptsitz hat das GIA im kalifornischen Carlsbad. Es handelt sich dabei um eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Edelsteine wissenschaftlich zu erforschen. Außerdem will es die so gewonnenen Erkenntnisse weiter vermitteln.

Eine wichtige Aufgabe des GIA ist es, Richtlinien zu entwickeln, anhand derer die Qualität von Edelsteinen gemessen werden kann. Diese Richtlinien müssen dabei allgemein gültig und jederzeit überprüfbar sein. Die Richtlinien wurden allgemein anerkannt und die ab Mitte des 20. Jahrhunderts eingeführten Regeln zur Bestimmung der Qualität von Diamanten anhand der vier Cs hat sich mittlerweile sogar zum weltweit gültigen Standard entwickelt.

Für die Zertifizierung der Diamanten hat das GIA sogar ein eigenes System entwickelt. Dieses ist ebenfalls international anerkannt und die Regeln sind sehr streng und detailliert festgelegt.

Der GIA Diamond Grading Report

Aus diesen Regeln heraus entstand schließlich das GIA Zertifikat für Diamanten, der GIA Diamond Grading Report. In diesem Zertifikat werden alle wichtigen Merkmale eines Diamanten festgehalten. Von der millimetergenauen Größe über die Gewichtsangabe in Karat, die Farbe, die nach der GIA-Farbskala von D bis Z ermittelt wird, bis hin zur Reinheit, die bewertet wird. Auch der Schliff wird in einer von fünf Qualitätsstufen beurteilt und im Zertifikat vermerkt.

Außerdem findet eine Bewertung von Symmetrie und Polierung der Diamanten statt. Weitere Eigenschaften der Diamanten, wie etwa die Fluoreszenz, werden ebenfalls aufgegriffen. Darüber hinaus gibt es Grafiken, anhand derer sich einzelne Eigenschaften der Diamanten auch optisch erklären lassen.

Der GIA Colored Stone Report

Ein weiteres Zertifikat, das vom GIA vergeben wird, ist der GIA Colored Stone Report. Er bezieht sich auf Farbedelsteine und ist etwas anders aufgebaut, als das Zertifikat für Diamanten. Grund dafür sind die Bewertungskriterien, die für Farbedelsteine nicht ganz so detailliert sind. Neben einem digitalen Foto des Edelsteins finden sich Angaben zu Gewicht, Farbe, Form, Schliff und Transparenz des Edelsteins. Zudem wird der Edelstein einer bestimmten Klasse zugeordnet und festgestellt, ob es sich um einen natürlichen oder künstlichen Edelstein handelt. Weiterhin enthält das Zertifikat Angaben zu eventuellen Maßnahmen, die durchgeführt wurden, um die Farbe oder Reinheit zu verbessern.

Hoge Raad voor Diamant

Was ist das HRD?

Das Kürzel HRD steht für Hoge Raad voor Diamant und hat seinen Hauptsitz in Antwerpen. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine bedeutende Diamanteneinrichtung an einem Ort, der auf eine besonders lange Tradition im Diamantenhandel zurückblickt. Bereits 1893 wurde schließlich in Antwerpen die erste Diamantenbörse eröffnet. Mittlerweile gibt es 28 Diamantenbörsen weltweit, alleine vier davon in Antwerpen.

HRD stellt ebenfalls Zertifikate aus

Wie auch das GIA stellt das HRD Zertifikate für Diamanten aus. 1976 wurde die Einrichtung gegründet und setzt sich auf wissenschaftlicher Basis mit Diamanten und anderen Edelsteinen auseinander. Streng geregelte und sorgfältig aufgebaute Analyseverfahren werden zur Beurteilung der Diamanten herangezogen.

In einem HRD Zertifikat für Diamanten erhalten die Käufer selbiger verlässliche Informationen über die Qualität der Steine. Wichtig ist das vor allem aufgrund der Tatsache, dass der Laie mit bloßem Auge zwar Diamanten betrachten, ihren Wert und ihre Qualität aber keinesfalls beurteilen kann. Insbesondere der genaue Farbton und der Reinheitsgrad der Diamanten lassen sich vom Laien kaum erfassen. Auch lässt sich nicht herausfinden, ob es sich um einen echten, natürlich entstandenen Diamanten oder doch um einen synthetisch hergestellten Diamanten handelt.

Welche Aufgaben übernimmt das HRD?

Neben der Ausstellung der Zertifikate für Diamanten, die weltweit angesehen sind, übernimmt das HRD noch weitere Aufgaben. So unterhält es ein Labor für Farbedelsteine, in dem man wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesen Steinen sammeln und auf deren Basis Zertifikate für diese erstellen will.

Die Abteilung Education bietet zudem Seminare zu verschiedensten Themen aus dem Bereich der Edelsteine an. So werden unter anderem Seminare abgehalten, die sich mit den Möglichkeiten zur Identifizierung der Steine auseinandersetzen oder mit der Bestimmung ihrer Qualität. Der Vertrieb von Laborausstattungen, wie etwa hoch spezialisierter Mikroskope, ist ein weiteres Aufgabenfeld, das vom HRD übernommen wird.

International Gemological Institute

Das IGI – wichtig für die Bewertung von Diamanten

Das IGI (International Gemological Institute) gehört zu den wichtigsten Diamanteneinrichtungen und wurde bereits 1975 in Antwerpen gegründet. Niederlassungen werden mittlerweile in zahlreichen Städten weltweit betrieben, darunter etwa New York, Hongkong, Dubai, Tel Aviv, Los Angeles, Neu-Dehli, Bangkok oder Tokio. Mehr als 450 graduierte Gemmologen werden vom IGI beschäftigt. Auch dieses Unternehmen befasst sich mit der Beurteilung von Edelsteinen und dem Ausstellen von Zertifikaten für eben jene.

Was genau leistet das IGI bei der Edelsteinbeurteilung?

Das IGI stellt Zertifikate für Farbedelsteine und Diamanten aus und bestimmt, ob diese Steine natürlich gewachsen, synthetisch hergestellt oder anderweitig künstlich behandelt wurden. Zudem können Diamanten, die vom IGI bewertet wurden, an der Rundiste mit einer feinen Laserinschrift versehen werden. So lässt sich garantieren, dass Diamant und Zertifikat zusammengehören.

Vor wenigen Jahren hat das IGI sogar ein eigenes System entwickelt, um Diamanten im Hearts & Arrows Schliff zu beurteilen. Diese spezielle Form des Brillantschliffs setzt sich aktuell immer mehr durch und wird bei Käufern von Diamanten zunehmend beliebter.

Das IGI bildet aus

Eine weitere wichtige Aufgabe, die das IGI übernimmt, ist die Ausbildung. Verschiedene Kurse, in denen grundlegendes Wissen zu Edelsteinen vermittelt wird, werden angeboten. Die Angebote richten sich an alle Personen, die beruflich mit Edelsteinen zu tun haben. Aber auch Laien, die sich für Edelsteine interessieren, sind bei den Seminaren herzlich willkommen. Sogar eine Ausbildung zum Graduate Gemologist bietet das IGI an. Die Themen der Seminare sind dabei breit gefächert. So können sich die Vorträge mit dem Schliff von Diamanten, mit Rohdiamanten, Perlen, Schmuckdesign oder Farbedelsteinen befassen.