• Diamanten

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Was versteht man unter der Dispersion von Diamanten?

Die Dispersion ist eine Eigenschaft von Edelsteinen, die durch die Brechung des auffallenden Lichts entsteht. Dieses Licht wird so gebrochen, dass es scheint, als würde der Edelstein in den Farben des Regenbogens erstrahlen, wenn man ihn im Licht dreht. Als Dispersion wird dieses Funkeln jedoch nur dann bezeichnet, wenn die zu sehenden Farben im Edelstein selbst gar nicht enthalten sind.

Als Grund für die Dispersion bei Edelsteinen sind die unterschiedlichen Wellenlängen im weißen Licht zu sehen. Diese werden durch den Diamanten in unterschiedlicher Stärke gebrochen, so dass die bunten Farben von Rot und Orange über Gelb, Grün, Blau und Violett entstehen. Je transparenter ein Edelstein ist, umso deutlicher tritt die Dispersion zutage. Ebenfalls ist ein facettierter Schliff dabei behilflich, das Funkeln noch zu verstärken.

Wie entsteht die Dispersion?

Die Dispersion wird in ihrer Stärke durch das unterschiedliche Brechungsindiz zwischen Rot (langwellig, schwach gebrochen) und Violett (kurzwellig, stark gebrochen) beeinflusst. Die Fraunhoferschen Linien B (roter Bereich) und G (blauvioletter Bereich) werden dafür in der Regel herangezogen, weshalb man auch von der BG-Dispersion spricht. Einige Angaben zur Dispersion beziehen sich aber auch auf die Linien C (orangefarbener Bereich) und F (blaugrüner Bereich). Dann ist von der CF-Dispersion die Rede.

Diamanten weisen eine typische BG-Dispersion von 0,044 auf und eine CF-Dispersion von 0,025. Je nach Edelstein fällt die Dispersion unterschiedlich aus, so dass anhand dieser Daten auch die Art des Edelsteins bestimmt werden kann. Der Demantoid beispielsweise weist die stärkste BG-Dispersion mit 0,057 auf, der Titanit folgt an zweiter Stelle mit 0,051. Auch der Zirkon ist mit 0,039 BG-Dispersion noch mit einer starken Dispersion versehen, wenn auch nicht mehr so stark wie der Diamant.