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Was sind Einschlüsse in Diamanten?

Immer wieder ist die Rede von Einschlüssen in Diamanten. Doch was versteht man darunter konkret? Generell gilt, dass fast kein Edelstein absolut frei von Makeln ist und/oder eine völlig intakte Kristallstruktur aufweist. Vielmehr finden sich häufig Einlagerungen in den Edelsteinen oder Risse in den Kristallstrukturen. Diese werden von den Experten als Einschlüsse bezeichnet.

Viele von ihnen sind so winzig, dass sie mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind, andere treten deutlich hervor. Je nachdem, welche Einschlüsse im Edelstein enthalten sind, wie viele und wie diese sich gestalten, können damit auch Rückschlüsse auf den Edelstein selbst gezogen werden. So kann man anhand der Einschlüsse etwa erkennen, ob es sich um einen Diamanten handelt und sogar, in welcher Lagerstätte er gefunden wurde. Generell sind die Einschlüsse in den Edelsteinen immer individuell, allerdings können sie sich doch sehr ähneln.

Welche Einschlüsse gibt es?

Man unterscheidet in verschiedene Arten von Einschlüssen. So gibt es beispielsweise Mineralien, die in die Kristallstrukturen eingeschlossen sind. Andere Einschlüsse entstehen während des Wachstums des Edelsteins.

Kleinere Leerräume im Edelstein können sich mit Gasen oder Flüssigkeiten füllen und so ebenfalls zu Einschlüssen werden. Und Spannungsrisse, die hohl bleiben, sind genauso als Einschlüsse zu bezeichnen. Je nach Art des Einschlusses kann dieser sich inmitten des Diamanten befinden oder sogar bis an dessen Oberfläche heranreichen.

Sind Einschlüsse generell negativ zu bewerten?

Die Einschlüsse bei den Edelsteinen sind generell unerwünscht. Zum Einen wirken sie sich häufig negativ auf Farbe, Brillanz und Beständigkeit der Edelsteine aus. Zum Anderen können mehrere große Einschlüsse für Spannung im Edelstein sorgen. Diese kann wiederum zu einer Schädigung des Steins führen, indem er zerbricht.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, in denen Einschlüsse erwünscht sind. Der Smaragd ist ein typisches Beispiel. Er weist grundsätzlich Einschlüsse auf und genau das macht jeden Smaragd zu einem echten Unikat. Zudem werden bei einigen Edelsteinen durch gleichmäßig verteilte Einschlüsse besondere Lichtfiguren erschaffen, die ebenfalls erwünscht sind. Beim Tigerauge ist das zum Beispiel der Katzenaugeneffekt, der erwünscht ist. Bei Saphiren und Rubinen kann eine sternförmige Lichterscheinung (Asterismus) durch Einschlüsse entstehen.

Wie sieht es mit den Einschlüssen bei Diamanten aus?

Bei den Diamanten sind die Einschlüsse dagegen meist nicht erwünscht. Sie sind auch die einzigen Edelsteine, bei denen ein international gültiges System zur Bestimmung der Reinheit zum Einsatz kommt. Die Einschlüsse werden unter dem Mikroskop bei zehnfacher Vergrößerung betrachtet. Dabei wird ein Diamant nur dann als lupenrein (IF = internally flawless) bezeichnet, wenn er tatsächlich makellos ist und keinerlei Unregelmäßigkeiten aufweist.

Bei den anderen Edelsteinen dagegen sind einheitliche Regelungen nicht vorhanden. Man teilt diese nur in drei Kategorien ein. Die erste Kategorie weist eine makellose Beschaffenheit auf, hierzu zählen oft der Aquamarin und der Blautopas. Bei Kategorie II sind oftmals Einschlüsse zu erkennen. Typische Beispiele sind der Amethyst oder der Rubin. Der Typ III ist gekennzeichnet durch ein sehr ausgeprägtes Einschlussbild. Typisch ist hier der Smaragd. Man bewertet diese Farbedelsteine auch mit Eye Clean oder Severely Included. Am strengsten ist die Einteilung bei Edelsteinen vom Typ I. Für Diamanten greift diese Einteilung allerdings nicht.