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Fancy Diamonds – extrem selten und unglaublich wertvoll

Wann ist ein Diamant besonders wertvoll? Die allgemeingültige Antwort darauf dürfte sein, wenn er besonders rein und in feinem Weiß gefärbt ist, ohne dass er einen Stich ins Gelbliche oder Bräunliche aufweist. Prinzipiell ist das auch richtig, doch es gibt Ausnahmen: Die farbigen Diamanten, die unter dem Sammelbegriff Fancy Diamonds zusammengefasst werden. Der Begriff Fancy stammt dabei aus dem Englischen und bedeutet so viel wie schick, ausgefallen und extravagant. Als Fancy Diamonds werden all jene Diamanten bezeichnet, die nicht in die Farbskala von D (hochfeines Weiß) bis Z (Gelb) einzuordnen sind. Generell ist es möglich, dass Diamanten in den unterschiedlichsten Farben, von Schwarz über Blau, Rot, Braun, Gelb und sogar Grün auftreten. Die weißen, gelben und braunen Diamanten überwiegen allerdings. Daher sind die farbigen Diamanten besonders selten und damit sehr wertvoll. Der Wert ist abhängig von der Intensität der Farbgebung. Generell liegt der Preis für Fancy Diamonds deutlich über dem klassischer farbloser Diamanten.

Wie entstehen die Farben bei den Fancy Diamonds?

Die Farben der Fancy Diamonds können sehr vielfältig ausfallen. Gelbe Diamanten beispielsweise sind möglich. Sie entstehen, wenn in der Kristallgitterstruktur des Diamanten Stickstoff eingelagert ist. Dabei gilt: Je mehr Stickstoff eingelagert ist, umso strahlender erscheint der gelbe Farbton. Der Tiffany Diamant ist ein besonders berühmter Fancy Diamond, der in Kanariengelb daher kommt und 128,51 Karat aufweist. Der Golden Jubilee ist ebenfalls sehr bekannt. Er ist der größte geschliffene Diamant der Welt und kommt mit einer goldgelben Farbgebung daher.

Braune Diamanten entstehen meist durch Schäden in der Kristallstruktur. Der tropfenförmige Earth Star Diamond gehört zu den bekannten braunen Diamanten und hat ein Gewicht von 111,59 Karat.

Blaue Fancy Diamonds entstehen durch Bor, das sich in der Kristallgitterstruktur eingelagert hat. Neueren Erkenntnissen zufolge können auch Wasserstoffeinlagerungen zur blauen Färbung führen, sowie die Bestrahlung. Der Hope Diamant und der Blaue Wittelsbacher gehören hier zu den bekanntesten blauen Diamanten.

Die grünen Fancy Diamonds sind besonders selten. Für die Farbgebung ist vermutlich die natürliche Bestrahlung der Steine verantwortlich. Der 41-karätige Dresdner Grüne stellt einen bekannten Vertreter dieser Art dar und wurde im Tropfenschliff bearbeitet.

Rote, pinkfarbene und rosafarbene Diamanten treten am seltensten auf. Auch hier sind Schäden in der Kristallstruktur für die Farbgebung verantwortlich. Diese sorgen dafür, dass bei 550 nm ein Absorptionsstreifen entsteht. Der Red Diamond aus Australien gehört bei den roten Diamanten zu den Berühmtheiten. Im Rohzustand wies er ein Gewicht von 35 Karat auf. Bei den pinkfarbenen Diamanten ist der Darya-ye Noor Diamant als besonders bekannt einzustufen. Er stammt übrigens aus den Golconda-Minen in Indien und weist ebenfalls eine beachtliche Größe von 182 Karat auf.