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Karat – eines der vier Cs zur Beurteilung von Diamanten

Diamanten werden in ihrem Wert nach vier grundlegenden Kriterien beurteilt. Diese werden auch als vier Cs (Carat, Clarity, Colour und Cut) bezeichnet. Das Carat oder Karat ist das Gewicht des Diamanten. Es gilt als Maßeinheit nicht nur für das Gewicht von Diamanten, sondern auch von anderen Edelsteinen. Ein Karat entspricht dabei 0,2 Gramm. Ein Diamant mit zwei Karat Gewicht weist also ein Gewicht von 0,4 Gramm auf. Bei sehr kleinen Diamanten kann die Gewichtsangabe zudem in Punkten erfolgen. Dabei wird ein Karat in 100 Punkte unterteilt. Der Halbkaräter weist somit ein Gewicht von 50 Punkten auf.

Warum entscheidet das Karat über den Preis des Diamanten?

Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass ein Diamant, je schwerer er ist, auch umso teurer wird. Allerdings steigt der Preis nicht proportional mit dem Gewicht. Da große Diamanten extrem selten sind, kosten sie deutlich mehr als ihre kleinen Pendants. Außerdem gibt es teilweise massive Preissprünge, je nach Gewicht. So ist ein Diamant mit 0,9 Karat nur unwesentlich günstiger als ein Diamant mit 0,95 Karat. Ein Einkaräter dagegen kostet ein Vielfaches.

Karat-Zahl gibt keine Auskunft über die Größe des Steins

Wichtig ist allerdings, dass man anhand der Karat-Zahl eines Diamanten nicht auf seine Größe schließen kann. Entscheidend dafür sind die Maße und Proportionen. Diamanten mit dem gleichen Karatgewicht können durch Durchmesser und Höhe sehr unterschiedlich groß erscheinen. Ebenso muss der Schliff in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden, da er ebenfalls Auswirkungen auf die Größe haben kann.

Wie kam es zu der Maßeinheit Karat?

Die Maßeinheit Karat blickt zudem auf eine lange Geschichte zurück. Das Wort alleine hat schon eine interessante Tradition. Deren Ursprünge liegen im Griechischen, wo das Wort „kerátion“ für Hörnchen stand. Bezeichnet wurden damit die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums. Die Samen der Hülsenfrüchte wiesen ein nahezu einheitliches Gewicht von 0,2 Gramm auf, weshalb sie gerne als Gewichtsmaß verwendet wurden. Über den lateinischen Begriff „carratus“ und das französische Wort „le carat“ gelangte der Begriff schließlich auch in den deutschen Sprachraum.

Bis ins Mittelalter definierte man das Karat in Getreidekörnern. Erst 1875 wurde das metrische Karat, wie wir es heute kennen, eingeführt. Man legte dessen Gewichtsentsprechung auf exakt 0,2 Gramm fest.