• Diamanten

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Was versteht man unter dem Navetteschliff für Diamanten?

Der Navetteschliff sorgt dafür, dass die Grundform länglich ist und in zwei Spitzen ausläuft. Diese Form erinnert entfernt an einen Schiffsrumpf, wodurch sich auch der Beiname „Schiffchen“ für diese Schliffform von Diamanten und Edelsteinen durchsetzen konnte. Ebenfalls findet man recht häufig den Begriff „Marquise-Schliff“. Er lässt sich zurückführen auf Marquise Jeanne de Pompadour, die Mätresse des Königs Ludwig XV. Sie liebte die so genannte Zweispitzmode und der auf dieser basierende Schliff für Edelsteine wurde zu ihren Ehren nach ihr benannt. Die spitzen Enden der so geschliffenen Edelsteine sollen einer Legende zufolge den König zudem an das Lächeln seiner Mätresse erinnert haben.

Wodurch zeichnet sich der Navetteschliff konkret aus?

Der Navetteschliff ist ebenfalls klar definiert. Zum Einsatz kommen 56 Facetten und eine Tafel. Die Anordnung entspricht der des Brillantschliffs, so dass auch hier das Feuer des Diamanten entsprechend betont werden kann. Durch den Navetteschliff erscheint der Edelstein zudem optisch größer als bei anderen Schliffformen.

Wichtig ist beim Navetteschliff, dass ausschließlich sehr weiße Diamanten damit bearbeitet werden. Schon leichte gelbliche Verfärbungen an den äußeren Spitzen können hier sehr stark und damit negativ auffallen. Ideal sind Diamanten mit den Farbgebungen zwischen D und H.

Einschlüsse im Zentrum sind beim Navetteschliff ebenfalls besonders auffällig, weil hier größere Facetten zum Einsatz kommen. Wenn Einschlüsse vorhanden sind, sollten diese an den Rändern liegen, wo sie wesentlich weniger auffallen.

Zudem muss das Längen-Breiten-Verhältnis optimal abgestimmt sein, damit der Navetteschliff richtig zur Geltung kommt. Ideal sind hier Verhältnisse zwischen 1,75 und 2,25. Darüber hinaus darf der im Navetteschliff geschliffene Edelstein nicht zu hoch und nicht zu flach ausfallen. Sonst könnte es zum so genannten Bow-Tie-Effekt kommen. Dieser zeigt sich vor allem durch dunkle Stellen im Zentrum des Steins, die nicht in der Lage sind, Licht zu reflektieren, wodurch das besondere Funkeln eingeschränkt sein kann.